Bolos de Arroz

25 Jan

… oder … wie mein Mann mein Held wurde … warum heute Reisschüsseln die Hauptrolle spielen und kann man Dosenöffner eigentlich auch adoptieren 😀

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… ich bin jetzt einfach mal so frei und stell euch meinen heutigen Star vor … Bolos de Arroz … eine kleine Schönheit, die frisch und leicht ist … perfekt zu einem kalten Glas Milch oder einem kleinen schwarzen Espresso passt … voila … portugiesischer Reiskuchen …
(übersetzt heißt „Bolos de Arroz“ = Reisschüsseln)  😀

Die standen ja schon super lange auf meiner Liste der Muss-ich-unbedingt-backen-weil-ich-wissen-will-wie-das-schmeckt … aber was sind DIE denn … … kein Cupcake … kein Muffin … so irgendwie was dazwischen und in ihrem Heimatland bekommen sie durch Backringe ihre typische zylindrische Form … tja, da ich diese Ringe jetzt nicht zur Hand hatte, mussten einfach mal wieder meine heißgeliebten Tomatendosen herhalten 😀

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… und manchmal … ja manchmal geht´s auch fast total in die Hose … ja, ich hab da mal ein paar Tränchen bei der Herstellung vergossen … erzähl ich euch gleich noch … aber jetzt erstmal basteln wir unserem Bolos de Arroz ein hübsches Kleidchen 🙂

Ihr braucht lediglich Butterbrotpapier, eine normale Schere und eine Zickzackschere, einen kleinen Stanzer, dünne Schnur und einen Bleistift.

Als erstes die Döschen auf das Butterbrotpapier setzen und mit dem Bleistift den Boden umfahren und so insgesamt sechs Kreise zeichnen und ausschneiden.

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Jetzt die Dose auf das Papier legen und einmal komplett umwickeln, das Ende kurz mit dem Bleistift markieren und dann ein Dosenetikett ausschneiden. Dieses Stück wird dann einmal in der Mitte gefaltet und mit der Zickzackschere durchgeschnitten, so dass wir ein halbes Etikett haben, mit dem Stanzer einmal rundherum lochen (wenn ihr keine Stanzer habt, dann nehmt einen ganz normalen Locher … das Auge iss ja schließlich mit) … und das Ganze natürlich für sechs Döschen  😉

… Bastel-Endspurt … yeah … mit flüssiger Butter die Tomatendosen innen bestreichen, den Kreis aus Papier auf den Boden drücken (am besten geht´s mit ´nem chinesischen Essstäbchen) und an den Seiten dann unser halbes Etikett festdrücken … somit haben wir unsere Backform fertig.

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… weiter geht´s mit dem Teig … Menge für 6 Tomatendosen :

Wichtig … alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen … dann 150 gr. Zucker mit 100 gr. weicher Butter cremig verrühren und nach und nach 3 Eier und 3 EL Milch hinzugeben. Jetzt 100 gr. Mehl sieben und 100 gr. Reismehl (das ist so fein, dass muss nicht mehr gesiebt werden und ihr bekommt es entweder auf jeden Fall im Biomarkt oder … jetzt dürft ihr schmunzeln … im asiatischen Supermarkt) und 1 TL Backpulver auch noch dazu und kurz verrühren … zum Abschluss 1 TL Orangenschalen Aroma  (ich hab das Finesse von Dr. Oetker aus dem Backregal genommen) und 1 EL Orangensaft … jetzt alles wirklich nur ganz kurz vermischen (so mal als Tipp nebenbei … gilt auch für Muffins und Co. … je kürzer ihr das Mehl untermischt um so leichter und fluffiger wird euer Gebackenes).

Den Teig auf die sechs Dosen verteilen und ganz wichtig … den Teig nicht an den Rand bringen … das brutzelt euch gnadenlos fest.

Backofen auf 180 Grad Umluft (200 Grad Ober-/Unterhitze) heizen und dann die Dosen auf ein Backblech stellen und 20 bis 30 Minuten backen.

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Danach unsere Förmchen gut auskühlen lassen und dann … ja dann … seufz … dann kam die Katastrophe … also, ich so eine Dose hoffnungsvoll in die Hand genommen und vorsichtig am Butterbrotpapier gezupfelt um schwuppdiwupp die Bolos herauszuholen … und … geht nicht … ok … zärtlich auf den Boden geklopft … und … hmm … geht immer noch nicht … und … die Dose mit schmackes und schierer Verzweiflung auf ein Brett gehauen … und … heuuul  … nix … aber auch gar nix hat sich bewegt 😦

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Mann kommt … angelockt von meinem Gewimmer …  in die Küche,  fragt dann so … „was ist denn eigentlich los“ … ich „die da sind Schuld … die riechen so gut und sehen so toll aus … aber die wollen da nicht raus“  heuuul … ich dann `ne Gabel genommen und probiert und … heuuul … „die sind soooo gut … und gehen da nicht raus … das ist nicht fair“ … Tränchen rollen mir langsam die geröteten Bäckchen hinunter … und dann … ja dann … wurde mein Mann mein Held … nach zweimaligen  zärtlichem und energischem Klopfen auf die Dose (was auch nicht funktioniert hat) … ja dann … aber dann … hat der nicht einfach den Dosenöffner genommen und den Deckel unten geöffnet !!! … ich so …“ jetzt hast du die Dose kaputt gemacht“ … (ja ich weiß, is ja nur ne Dose) … er … „du willst die aber nicht jetzt ernsthaft aufheben“ … öhm … „ach nöööö … ich will an die Bolos“ …. ja und was soll ich sagen … Mann und Dosenöffner (ich werd ihn jetzt adoptieren) haben mich gerettet … die Teilchen haben sich dann ohne großes Theater entfernen lassen …

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… und sind die nicht wunderschön … und die duften tatsächlich so ein bißchen nach Milchreis … ich hatte noch ein bißchen Butterbrotpapier übrig und dass hab ich dann außenherum gelegt und mit einer dünnen Schnur noch einen kleinen Gürtel um das Kleidchen gemacht …

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… und die Moral von der Geschichte … Dosenöffner sind toll und Männer die sie benutzen können sollte man einen Orden verleihen 😀

25. Januar 2013

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17 Antworten to “Bolos de Arroz”

  1. Magdalena 25. Januar 2014 um 11:40 #

    🙂 Guter Mann! Es gibt so Dosenöffner(immer wieder bei Tchibo zb…wo man den Boden dann auch wieder drauf setzen kann, da kannst du dir dann deinen eigenen immer-wieder-verwend Dosenbackformen machen;-)

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    • zuckerimsalz 25. Januar 2014 um 11:50 #

      Hallo Magdalena,
      Si einen haben wir auch benutzt, aber ich wäre dann echt zu faul gewesen die zu spülen 😉
      Viele liebe grüße Andrea

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  2. Tintinnia 25. Januar 2014 um 14:51 #

    Bolo steht aber für Kuchen, nicht für Dose.
    Dose=Caixa.
    🙂
    Aber wie auch immer: wunderhübsch sehen sie aus!

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    • zuckerimsalz 25. Januar 2014 um 14:52 #

      Hey 😀 … genau so isses … und deswegen ist es auch ein Reiskuchen … und die Döschen sind klitzekleine Helfer … die Portugiesen haben echt tolle Rezepte 😀
      wünsch dir noch einen schönen Samstag
      Liebe Grüße
      Andrea

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  3. Gabi 25. Januar 2014 um 14:59 #

    Liebe Andrea…mir kullern auch die Tränchen…aber vom Kichern :D….deine Geschichte ist so nett….und die Bolos sehen extrem verlockend aus!
    Ich wünsch dir ein schönes ver*bollo*tes Wochenende
    Liebe Grüße Gabi
    ….und ein Hoch auf die Männer! 😉

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    • zuckerimsalz 25. Januar 2014 um 15:01 #

      Hallo Gabi,
      ja .. was würden wir ohne Dosenöffner-Schwingende-Männer nur machen 😀 … ich „bollowe“ mal zurück
      viele liebe Grüße
      Andrea

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  4. tantetoertchen 25. Januar 2014 um 20:54 #

    Mensch Andrea, die Bilder sind wie die Idee wieder zauberhaft!!! Ein Hoch auf deinen Mann, dass er diese Küchlein retten konnte, wâre wirklich zum Heulen gewesen! Liebe Grüße Tante Törtchen 🙂

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    • zuckerimsalz 25. Januar 2014 um 21:17 #

      Hallo Törtchen 😀 … ich sag mal dankeschööön für das Kompliment und werd meinen Mann auch gleichmal loben
      Viele liebe grüße Andrea

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      • tantetoertchen 26. Januar 2014 um 10:41 #

        Wenn ich immer sehe, wie schnell du hier einen Knüller nach dem anderen rausbringst, werde ich richtig wehmütig. Mein Backofen hat gerade Langeweile, weil wieder ein Stapel Klausuren auf dem Schreibtisch liegen… Ich genieße aber den Anblick deiner Bilder und denke mir „Das musst du auch mal machen! Knaller-Idee!!!“ Wünsche dir einen schönen Sonntag!

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  5. einfach ja sagen 27. Januar 2014 um 13:21 #

    wow…sieht super lecker aus 🙂

    lg und noch eine schöne Woche

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  6. ELBCUISINE 13. Februar 2014 um 22:56 #

    Mit Reismehl habe ich noch nie gekocht oder gebacken, sehr interessant… Aber der Geschmack nach Milchreis, dafür lohnt es sich, das mal auszuprobieren. Die Idee mit den Dosen und dem Papier ist supernett! Liebe Grüße, Bianca

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    • zuckerimsalz 14. Februar 2014 um 11:21 #

      Hallo Bianca,
      ich find den Geschmack total angenehm und war auch echt überrascht das es tatsächlich so ein bisschen nach Milchreis geschmeckt hat … ich muss unbedingt mit dem Mehl noch experimentieren
      Viele liebe grüße
      Andrea

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  7. Doris 18. August 2015 um 12:28 #

    Danke fürs Rezept! Schmecken genau so, wie ich sie von Portugal in Erinnerung hab….

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Paula das Sahneschnittchen | zuckerimsalz - 19. Februar 2014

    […] ich mit dem Reismehl die Bolos des Arroz gebacken hab, stieg mir so der Duft von Milchreis in die Nase und das hat mich doch gleich an meine […]

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  2. Welcome in my Little Secret Garden | zuckerimsalz - 9. April 2014

    […] wollte ich ja nur mal wieder was mit meinen heißgeliebten Tomatendosen (kuckst du HIER und HIER) machen … und dann plötzlich hab ich da so ein Leuchten im Hirn (war wohl mehr der […]

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